Sanierung und Ausbau des Schienennetzes zur Verbesserung der Verkehre von und zu den Häfen!

Der Schienengüterverkehr in Nordwestdeutschland stößt bereits gegenwärtig an seine Kapazitätsgrenzen. Die offiziellen Prognosen gehen allein beim Seehafenhinterlandverkehr von und zu den Nordseehäfen von einer Zunahme von aktuell ca. 275 Güterzügen pro Tag auf täglich ca. 750 Güterzüge (inkl. Ostseehäfen ca. 1100) bis zum Jahr 2015 aus. Diese Verkehrszunahme kann auf den bestehenden Schienengüterstrecken des Bundes nicht bewältigt werden!

Die Schieneninfrastruktur in Nordwestdeutschland muss daher schnellstmöglich ausgebaut werden, wobei neben dem Neubau von Hauptstrecken – insbesondere die Y-Trasse zwischen Hamburg - Bremen und Hannover – auch der Ausbau geeigneter Nebenstrecken einschließlich der Sanierung der Anschluss- und Verbindungsstrecken der Privatbahnen mit öffentlichen Mitteln berücksichtigt werden müssen. Das gesamte Schienenetz in der Nordwest-Region muss genutzt werden sowie alte Trassen reaktiviert und neue Trassen gebaut werden, um zu einer Trennung zwischen dem schnellen Personenverkehr und dem langsameren Güterverkehr zu kommen. Nur so wird es gelingen, die erwarteten Güterverkehre per Bahn abzuwickeln.Die Initiative fordert im Sinne eines zukunftsorientierten nordwestdeutschen Schienennetzes für den Wirtschaftsstandort Deutschland:

Y-Strecke Hamburg – Bremen - Hannover
Schnelle Planung und Realisierung der Y-Strecke Hamburg - Bremen – Hannover bis zum Jahr 2020 unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die gegenwärtigen als auch zukünftigen Engpässe im Bereich des Güterverkehrs bestehen und daher die bisherige Konzeption der Y-Strecke als schnelle Personenverkehrsstrecke überprüft werden muss. Die im Dezember von der Bundesregierung, der Deutschen Bahn AG sowie dem Land Niedersachsen zur Verfügung gestellten Planungsmittel in Höhe von 55 Millionen Euro sind ein erster wesentlicher Schritt zur Realisierung dieses zentralen Projektes für den Schienenverkehr in Deutschland.

Einbeziehung und finanzielle Förderung des nicht bundeseigenen Schienennetzes
Sofortiger Beginn der Sanierung, des Ausbaus und der Optimierung des nicht bundeseigenen Schienennetzes für den Güterverkehr in Nordwestdeutschland mit finanzieller Unterstützung des Bundes.

Ausbau der Strecke Bremen—Langwedel—Uelzen Stendal—Berlin/Magdeburg
Diese Strecke dient vor allem einer besseren Anbindung der bremischen und niedersächsischen Häfen an den südlichen Teil Ostdeutschlands sowie an Mittel- und Osteuropa.

Ertüchtigung der Strecke Oldenburg - Wilhelmshaven
Vor dem Hintergrund der Realisierung des JadeWeserPorts kommt diesem Projekt besondere Bedeutung zu. Die DB AG hat zugesagt, diese Strecke bis zum Jahr 2012 zweigleisig auszubauen. Anschließend soll unverzüglich die Elektrifizierung dieser Strecke erfolgen.

Ausbau des Bahnknotens Oldenburg
Um einen reibungslosen Ablauf des künftigen Güterverkehrs vom JadeWeserPort sicherstellen zu können, muss der Eisenbahnknoten Oldenburg ausgebaut werden. Als vorrangige Maßnahme ist hierbei ein Neubau der Eisenbahnbrücke über die Hunte erforderlich, durch den ein Binnenschiffsverkehr ohne zeitliche Einschränkungen durch Brückenöffnungen möglich wird.

Ausbau des Bahnknotens Bremen
Der Bahnknoten Bremen stellt für Verkehre aus den Seehäfen Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Brake und Nordenham einen Engpass dar. Ein leistungsfähiger Ausbau ist vor dem Hintergrund erheblich zunehmender Verkehre mit diesen Seehäfen dringend erforderlich. Erste Ausbaumaßnahmen befinden sich in der Umsetzung. Darüber hinaus ist insbesondere die anschließende Strecke bis Langwedel auszubauen.