Verbesserung der Straßeninfrastruktur für die deutschen Seehäfen!
Die Bundesverkehrswegeplanung geht von einem Wachstum des Straßengüterverkehrs zwischen 1997 und 2015 von 58 Prozent aus, der grenzüberschreitende Verkehr wird um über 100 Prozent wachsen. Hinzu kommen nicht nur das erfreuliche Wachstum in den Häfen sowie die Anforderungen, die der neue Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven an die Hinterlandverkehre stellen wird, sondern auch der stetig wachsende Transitverkehr von und nach Osteuropa. Die Attraktivität der deutschen Küste als Ferien- und Naherholungsgebiet nimmt Jahr für Jahr zu. Die Straßeninfrastruktur in Nordwestdeutschland muss diesen Anforderungen gerecht werden.
Durchgehend sechsstreifiger Ausbau der A 1
Die A 1 ist heute nicht nur die einzige Verbindung für den überregionalen Verkehr zwischen Nord und Westdeutschland, sie ist auch unentbehrlich für die Hinterlandanbindung der deutschen Häfen
und gewinnt als Transitweg von Westeuropa nach Skandinavien zunehmend an Bedeutung. Die A 1 befindet sich am Rande ihrer Leistungsfähigkeit. Täglich rollen bis zu 80.000 Fahrzeuge auf dieser
Verbindung, davon bis zu ein Drittel Lkw. Bis zum Jahr 2012 wird der sechsstreifige Ausbau der A 1 zwischen Hamburg und Bremen erfolgen. Auch zwischen dem Autobahndreieck Ahlhorner Heide
und Osnabrück ist bereits abschnittsweise mit dem Ausbau begonnen worden. Die durchgehende Leistungssteigerung der A 1 in Norddeutschland bleibt jedoch eine wichtige Aufgabe.
www.strassenbau.niedersachsen.de
Neubau Küstenautobahn A 20
Die Küstenautobahn A 20 (vorherige Bezeichnung: A 22) ist das zentrale Straßenverkehrsprojekt im Nordwesten. Durch sie rücken die Nord- und Ostseeanrainerstaaten näher zusammen und die
räumliche Trennung zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen im Unterelbegebiet wird überwunden. Die Küstenautobahn wird die A 1 mittelfristig entlasten, vernetzt die Luftfahrtindustrie,
die maritime und chemische Industrie der Region und verbessert insbesondere die Hinterlandanbindung der Container-Terminals in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven. Die A 20 muss als
Teil des Transeuropäischen Netzes (TEN) gesehen werden. Nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens muss jetzt das Planfeststellungsverfahren zügig eingeleitet werden.
www.a22-jetzt.de
www.pro-a22.com
Ausbau der Anbindung Überseehäfen Bremerhaven
Um eine störungsfreie und zukunftsorientierte Anbindung der Überseehäfen in Bremerhaven an das Autobahnnetz zu gewährleisten, muss der Bau der beschlossenen Tunnelvariante schnellstmöglich
realisiert werden.
Neuanbindung des Hafens Emden an die A 31 durch die B 210
Die erfolgreiche Umstrukturierung des Seehafens Emden hat zu einem erheblichen Anstieg des Lkw-Verkehrs geführt. Die Anbindung an die Autobahn A 31 muss dieser Entwicklung angepasst werden,
um einen reibungslosen Hinterlandverkehr zu gewährleisten.
Fertigstellung A 281 einschließlich Weserquerung
Die A 281 wird als Eckverbindung zwischen A 1 und A 27 den Autobahnring um Bremen komplettieren. Der Bremer Flughafen, das Güterverkehrszentrum (GVZ) und die bremischen Hafenteile links der Weser
werden optimal angebunden. Auch die bremischen Häfen rechts der Weser sowie Bremerhaven erhalten damit eine leistungsfähige Verbindung in Richtung Ruhrgebiet unter Umgehung des Engpasses
„Bremer Kreuz“. Über die B 212 (neu) erhalten auch die Häfen Brake und Nordenham sowie die gesamte Wesermarsch einen neuen Zugang zum Autobahnnetz. Teilabschnitte dieser Strecke sind
bereits fertig gestellt, den vollen Verkehrswert kann das Projekt jedoch erst nach Vollendung als Teil des Autobahnringes um Bremen erzielen.
Die Mitglieder der Initiative Maritimer Standort Nordwest:
- Allgemeiner Wirtschaftsverband Wilhelmshaven-Friesland e.V.
- bremenports GmbH & Co. KG
- Handelskammer Bremen
- Industrie- und Handelskammer Bremerhaven
- Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg
- Industrie- und Handelskammer Stade für den Elbe-Weser-Raum
- Oldenburgische Industrie- und Handelskammer
- Seaports of Niedersachsen GmbH
- Unternehmensverband Bremische Häfen e.V.
- Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung e.V.
- Wirtschaftsverband Weser e.V.
Kontakt:
Handelskammer Bremen
Am Markt 13, 28195 Bremen
Telefon: 0421 36 37 275
Fax: 0421 36 37 274
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